Die Werkstatt

Unterm Dach, in ländlicher Idylle biete ich ihr die Ruhe die sie braucht um kreativ zu arbeiten. Wer ich bin? Nun - ich bin die Werkstatt. Von mir bekommt sie den Platz um sich auszubreiten und das tut sie gründlich. Da lagern Holzberge neben der Werkbank. Stoffe, Wolle und Füllmaterial lassen die Schränke bersten.

Schnitzmesser, Farben und Pinsel halten die Fensterbänke besetzt. In früheren Zeiten hatte ich vier Ecken, die sind nun belagert mit allerlei kuriosen Raritäten, die wenn überhaupt, ja mal gebraucht werden könnten. Richtig voll werde ich dann abends, da erscheint sie gefolgt von ihren tierischen Mitarbeitern um zu arbeiten. Die beiden Stubentiger Gustav und Wilma sind häufig anwesend zum Wolle entwickeln oder einfach nur zum Faulenzen bevorzugt um den Schnitzbock gerollt. Die letzten noch verbleibenden Quadratmeter belegen Heinrich und Selma, zwei Hunde mit der Statur kleiner Ponys. Ständig plaudernd oder ein fröhliches Lied auf dem Schnabel will Isaak der Graupapagei nicht vergessen werden, schließlich kommt ihm die bedeutende Rolle des Alleinunterhalters zu.

So und in dieser kunterbunten Runde entstehen nun diese Holzpuppen. Erst spät in der Nacht oder früh morgens, ganz wie man es sieht komme ich zur Ruhe. Aber mir macht dies Treiben auch Spaß und ehrlich, schließlich bin ich als Werkstatt die erste, die die fertigen Puppen zu Gesicht bekommt.